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Der Behindertenbegleithund – ein unermüdlicher Helfer

Der Weg zu einem dieser unermüdlichen Helfer ist mit ungefähr 3 Jahren nicht nur lang, sondern vor allem auch arbeitsreich.

Der kleine Welpe hat zunächst all die Dinge zu lernen, die jeder wohl erzogene Familienhund auch können sollte. Neben "Sitz", "Platz", "Warte" und dem zugfreien Gang an der Leine gehören die wichtigen Dinge aus der Umwelt dazu. Flatternde Bänder und Fahnen, Geräusche von Bus, Bahn und Auto, der Duft von Bäckerei und Fleischerei oder Treppen in allen Formen (offen – geschlossen; aus Holz, Stein und Metall) und die verschiedensten Bodenbeläge müssen als ungefährlich eingestuft und erlernt werden. Im ersten Lebensjahr lernt der Hund also all die tausend Kleinigkeiten des Lebens, die uns Menschen vertraut und bekannt sind und er muss lernen, dass es noch andere Lebewesen gibt. Welche auf zwei Beinen, große, dicke, kleine, dünne, mit Hut oder Regenschirm, jung und alt, und auch die auf vier Pfoten oder mit Flügeln. Und dann sind da ja auch noch die Artgenossen und damit auch die arteigene Kommunikation. Alles muss gelernt werden. Dass auch ein Hund am besten lernt, wenn er dabei Freude, Spaß und Erfolg hat, ist nur zu verständlich.

Die Begleit- und Verkehrshundeprüfung ist die erste Überprüfung des Lernerfolges aus dem ersten Lebensjahr und wird abgelegt, wenn der Hund ungefähr 15 Monate alt ist.

Zeigt der Hund sich gelehrig und hat er Freude daran mit Menschen und am Menschen zu agieren, so kann nun die gezielte Ausbildung zum Behindertenbegleithund erfolgen. Was der Hund nun lernen muss, hängt von den Gegebenheiten seines Besitzers ab. Wo er Hilfe benötigt, wird durch seine Erkrankung bzw. Beeinträchtigung bestimmt.

Der weite Weg kann in Richtung Signalgebung gehen (Anzeige von Telefon oder Türklingel bei Menschen mit Hörschädigung), Rollstuhlarbeit (ziehen des Rollstuhls oder Packtaschenarbeit beim Einkauf) oder nur die Apportierarbeit (aufheben verschiedenster Gegenstände, die herunter gefallen sind). Die direkte Arbeit am Menschen bezieht sich auf das Ausziehen von Socke, Handschuh, Hose oder Jacke und erfordert vom Hund einen sehr feinfühligen Umgang mit seinen Zähnen.

In der Behindertenbegleithundeprüfung stellen Hund und Hundeführer dann die gelernten Fähigkeiten unter Beweis.

Weiter Infos zum Thema unter www.dbtb.eu  oder www.datb.eu .



Wir bedanken uns bei Ines Pawlitzki für den Text und die Fotos.

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